Trauerbegleiterin und Trauerrednerin in Jena
Christin Voigt
Hallo, ich bin Christin, Trauerrednerin, Trauerbegleiterin und Pädagogin aus Jena.
Ich helfe Ihnen dabei, einen authentischen Abschied zu gestalten und wichtige Schritte auf Ihrem eigenen Trauerweg zu gehen.


Meine Überzeugung
Für mich ist Trauer zutiefst lebensbejahend. Sie konfrontiert uns mit unserer Endlichkeit, lässt uns spüren, wie bedeutsam Beziehungen sind und schafft es, dass wir unseren eigenen Lebensweg hinterfragen.
Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir den Tod als Teil dieses Lebens verstehen und Räume schaffen, um unsere Endlichkeit und die damit verbundenen Themen geduldig, offen und empathisch miteinander zu besprechen. Wir feiern Geburten und wir dürfen auch ein Leben feiern, das vollendet ist. Und dazu darf die ganze Bandbreite an Gefühlen gehören.
Mein Weg
Studium an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena
Ich liebe die englische Sprache, stelle mir seit ich denken kann existenzielle Fragen und diskutiere sie gern mit anderen. In meinem Studium für das Lehramt an Gymnasien in Englisch und Ethik/Philosophie konnte ich diese beiden Interessen wunderbar zusammenführen. Nach dem Ersten Staatsexamen war für mich klar: Jetzt möchte ich zuallererst etwas von der Welt sehen.
Work and Travel in Nordamerika
Was mich damals genau dazu bewogen hat, mein Work and Travel in Kanada zu machen, weiß ich nicht. Nach meiner Ankunft in Vancouver wurde jedenfalls schnell klar: Hier bin ich richtig. Nach einigen Wochen in Vancouver arbeitete ich in einem Hotel in den Rocky Mountains. Dieser Ort wurde mein Zuhause auf Zeit und ein Teil dieses Zuhause-Gefühls ist bis heute geblieben. Auch in den USA erfüllte ich mir einige Reiseträume. Das war wahrscheinlich die sorgloseste Zeit meines bisherigen Lebens. 2025 kam ich für einen Wander- und Campingurlaub zurück nach Westkanada – und das bestimmt nicht zum letzten Mal.
Zwischenstopp in Hamburg
Zwischen meiner Rückkehr aus Kanada und dem Start ins Referendariat wohnte ich in Hamburg und arbeitete bei einem Outdoor-Ausrüster in der Wanderschuhberatung. Wandern wurde durch die Zeit in Nordamerika zu einer meiner großen Leidenschaften. In Hamburg genoss ich das vielfältige Großstadtleben, kurze Wege zu Konzertlocations und an die Nordseeküste, Franzbrötchen und die unaufgeregte Mentalität der Norddeutschen.
Referendariat in Leipzig
Meine Prüfungen für das Zweite Staatsexamen legte ich 2019 am Landesamt für Schule und Bildung in Leipzig ab. Nach fünf Jahren Studium und 1,5 Jahren Referendariat war ich nun ausgebildete Gymnasiallehrerin. Es war schön, in der anstrengenden Zeit des Referendariats nicht allzu weit von meiner Familie entfernt zu sein. Also beschloss ich, eine Anstellung an einer freien Schule in Jena zu suchen.
Lehrtätigkeit
Meine erste Stelle als Lehrperson fand ich an einer Gemeinschaftsschule in Jena und blieb dort einige Jahre. Mit diesem Ort und den Menschen, die dort lernen und arbeiten, fühle ich mich bis heute verbunden. Später arbeitete ich an anderen Schulformen (Berufsschule, Gymnasium), um herauszufinden, in welchem Arbeitsumfeld ich mich persönlich am besten entfalten kann. Es stellte sich heraus, dass ein Schulwechsel für mich keine langfristige Lösung bedeutet. Das Lehrerinnen-Dasein ist und bleibt ein wichtiger Teil von mir, auch wenn ich seither nicht mehr an Schule arbeite.
Ehrenamt im Hospiz
Für etwa 1,5 Jahre war in dieser Zeit das bestimmende Thema die Pflege meines Opas, der an ALS erkrankt war. Als Familie begleiteten wir ihn bis zuletzt und verabschiedeten ihn im Hospiz in Jena. Dieses unerwartet schwere und zu frühe letzte Kapitel in seinem Leben und die intensive gemeinsame Zeit mit ihm bis zu seinem Tod sind die Gründe, warum ich mich noch im selben Jahr zur ehrenamtlichen Sterbebegleiterin ausbilden ließ. Ich wollte etwas zurückgeben und mir die Verbindung zum Hospiz als Ort erhalten.
Weiterbildungen zu Sterben, Tod & Trauer
In der Sterbebegleitung hat mich das Thema Trauer besonders interessiert. Also absolvierte ich die Große Basisqualifikation in Trauerbegleitung (nach BVT) in Leipzig. In meiner Facharbeit beschäftigte ich mich mit den Themen Wandern und Naturerfahrung in der Trauer. 2025 begann ich eine Weiterbildung in psychosozialer Beratung mit dem Schwerpunkt Resilienz und meine Ausbildung zur Trauerrednerin in Marburg. Darüber hinaus bin ich Multiplikatorin für das Schulprojekt „Palliativ & Schule / Endlich. – Umgang mit Sterben, Tod und Trauer“ (TrauBe Köln e. V.) und besuche seit dieser Zeit Seminare beim Thüringer Hospiz- und Palliativverband in Erfurt, die meine Arbeit sehr bereichern.
Neue Wege
In diesem Jahr hielt ich meine IHK-Abschlussrede als Trauerrednerin und schloss auch meine Weiterbildung in psychosozialer Beratung erfolgreich ab. Ich startete in die Selbstständigkeit als freie Trauerrednerin und Trauerbegleiterin und ließ mich bei Chris Paul zum Umgang mit dem TrauerKaleidoskop weiterbilden. Im Jenaer Hospiz bin ich weiterhin ehrenamtlich tätig, hauptsächlich in der Kinder- und Angehörigentrauergruppe.